Schreibtisch mit Computer, an der Wand der Schriftzug "Productivity" © XtravaganT - stock.adobe.com

Die Projektbeteiligten und was sie antreibt

Drei Mitarbeiter sind für das Projekt „Produktivität für inklusives Wachstum“ der Bertelsmann Stiftung verantwortlich.

 „Ich bin überzeugt, dass die Frage nach der Produktivität unserer Volkswirtschaft ins Zentrum der wirtschaftspolitischen Debatte gehört. Denn wenn wir in den kommenden Jahren nicht signifikant produktiver werden, wird die Soziale Marktwirtschaft gehörig unter Druck geraten. Dafür sorgen schon alleine der demographische Wandel und die Effekte der Digitalisierung auf Unternehmen und Märkte. Wir wollen mit unserem Projekt einen Beitrag leisten, dass sowohl interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch Menschen, die an politischen Prozessen beteiligt sind, die Herausforderungen und Zusammenhänge besser verstehen. Wir brauchen Lösungen, damit die Produktivität wieder stärker wächst und gleichzeitig alle Menschen und Regionen in Deutschland am Wachstum teilhaben.“

Armando García Schmidt
Armando García Schmidt leitet das Projekt „Produktivität für Inklusives Wachstum“. Seit 2001 arbeitet García Schmidt bei der Bertelsmann Stiftung. Zunächst mit europapolitischen Themen und Nachhaltigkeitsfragen betraut, befasst er sich seit 2012 mit wirtschaftspolitischen Projekten.

 

„Gerade in den digitalen Märkten und den dort herrschenden Wettbewerbsproblemen gibt es noch offene und drängende Fragen, die wir sowohl politisch als auch gesellschaftlich diskutieren müssen. Denn die großen Internetkonzerne bestimmen mehr und mehr nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Spielregeln des Wettbewerbs. Eine der Fragen, die mich umtreibt, ist, wie wir es schaffen, den Wettbewerb offen für Innovationen zu halten, so dass er zum Produktivitätswachstum beiträgt.“

Torben Stühmeier
Torben Stühmeier ist Project Manager im Projekt „Produktivität für inklusives Wachstum“. Vor seinem Einstieg bei der Bertelsmann Stiftung im Oktober 2018 war er fünf Jahre lang Juniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bereits dort hat er sich intensiv mit Wettbewerbsproblemen in den digitalen Märkten auseinandergesetzt.

 

„In der Produktivität liegt für mich ein wesentlicher Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und anderer westlicher Industriestaaten. Angesichts alternder Gesellschaften und des zunehmenden internationalen Konkurrenzdrucks ist es unerlässlich, das schwache Produktivitätswachstum der vergangenen Jahre möglichst schnell zu erhöhen, um nicht den Anschluss zu verlieren und den heutigen Wohlstand erhalten zu können. Diese Erkenntnis findet jedoch derzeit noch viel zu wenig Beachtung, sodass die weitere Erforschung und Vermittlung der Zusammenhänge aus meiner Sicht überaus wichtig sind. Dabei gilt es Ansätze zu entwickeln, die nicht nur das künftige Wirtschaftswachstum insgesamt stärken, sondern auch auf eine möglichst breite Teilhabe aller Bevölkerungsschichten und Regionen ausgerichtet sind.“

Marcus Wortmann
Marcus Wortmann ist seit September 2019 Project Manager im Projekt „Produktivität für Inklusives Wachstum“ bei der Bertelsmann Stiftung. Zuvor befasste sich der promovierte Volkswirt in verschiedenen anderen Stiftungsprojekten mit europapolitischen Themen. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der europäischen Wirtschafts- und Geldpolitik sowie der internationalen Wirtschaftsbeziehungen.

 

 



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