Produktivität im Dialog

Wie steht es um die wirtschaftliche Produktivität in Deutschland – und was muss getan werden, um innovativer und effizienter zu werden? Diese Fragen wurden beim zweiten „Nationalen Produktivitätsdialog“ diskutiert – und nicht nur diese. Es ging auch darum, was es neben einer digitalen Infrastruktur braucht, um Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen und ob der Klimaschutz auch eine Chance sein kann.

Gemeinsam mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland lud der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) am vergangenen Donnerstag zum zweiten Mal zu einem „Nationalen Produktivitätsdialog“* ein.

Auch wir, das Projekt „Produktivität für inklusives Wachstum“, beschäftigen uns intensiv mit der Frage, was auf diese für den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand so zentrale Stellgröße einwirkt. Daher ist uns der „Nationale Produktivitätsdialog“ einen Bericht wert.

Digitalisierung und Plattformökonomie – bislang keine Garanten für Wachstum

Innovation, Gründungsgeschehen und der Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft standen in diesem Jahr im Zentrum des „Nationalen Produktivitätsdialogs“.

„Der Transformationsprozess hat die ganze Welt erfasst“, stellte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, fest, die– neben dem Vorsitzenden des Sachverständigenrates Lars Feld – den Auftakt zum Online-Event machte.

Und das zunächst ohne Ton, denn es gab technische Schwierigkeiten. Es bleibt offen, ob die Startprobleme des Produktivitätsdialogs als symptomatisch für das Hinterherhinken Deutschlands in Sachen Digitalisierung zu werten sind. Karliczek ist vielmehr überzeugt, dass die Corona-Krise hier wie ein Beschleuniger wirke.

Doch auch eine fortschreitende Digitalisierung und Plattformökonomie sind offensichtlich keine Garanten für Produktivitätswachstum. Das stellt Volker Wieland, Mitglied des Sachverständigenrats, in einem Impulsvortrag klar: „Das Produktivitätswachstum geht weltweit zurück.“ Trotz der Entwicklungen. „Eigentlich ist es ein Paradoxon.“

Den Innovationsprozess im Fokus

Für die schwächelnde Produktivität in Deutschland macht der Sachverständigenrat in seinem Produktivitätsbericht eine Hauptursache aus: den Rückgang der Totalen Faktorproduktivität (TFP).

Diese wird, so heißt es im Bericht, „üblicherweise als Maß für den technologischen Fortschritt interpretiert“. Denn das TFP-Wachstum sei positiv mit Indikatoren für Forschung und Entwicklung korreliert.

Der Fokus des Produktivitätsberichts liegt in diesem Jahr daher auch auf dem Thema Innovationsprozess. Für diesen besonders relevant sind:

  • Forschung und Entwicklung
  • Entwicklung von marktfähigen Innovationen
  • Die Diffusion von Innovationen

Wieland berichtet, dass die Forschungs- und Entwicklungsausgaben im vergangenen Jahr insgesamt zugenommen haben. Der Grund dafür liege in den Investitionen vonseiten des privaten Sektors – die des öffentlichen Sektors seien stabil geblieben.

„Derzeit werden in Deutschland ein Drittel der Ausgaben für Forschung und Entwicklung durch den öffentlichen Sektor finanziert, zwei Drittel durch den Privatsektor“, heißt es dazu im Bericht.

Schere zwischen Großunternehmen und KMU geht weiter auf

Aber: Geld hierfür geben vor allem die Großunternehmen aus – während sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zurückhaltend zeigen. „Hier tut sich eine immer größere Schere auf.“ Eine zentrale Erkenntnis, auf die in den zurückliegenden Jahren auch immer wieder Studien aus dem Projekt „Produktivität für inklusives Wachstum“ hingewiesen haben.

Eine essenzielle Empfehlung des Sachverständigenrats ist daher, die Innovationsanreize für KMU zu stärken. Erst seit 2020 gebe es ein Gesetz für Forschungszulagen, so Wieland. Damit habe Deutschland erstmals eine steuerliche Forschungsförderung eingeführt und folgt vielen anderen OECD-Staaten.

Aber: Der Maximalsatz der Zulage liege bei 25 Prozent der getätigten Aufwendungen. Wieland kritisiert: Man könne höhere Sätze anwenden, das erlaube auch das Beihilferecht. Auch in Europa müsse das Thema stärker forciert werden: Das Budget für den EU-Forschungsrahmen „Horizont Europa“ liege bei jährlich 12 Milliarden Euro – und damit nur bei einem Bruchteil der EU-Agrarsubventionen.

Problem des Fachkräftemangels

Im Produktivitätsbericht stellen die Wirtschaftsweisen noch weitere Hemmnisse für den Innovationsprozess in Deutschland heraus. Eines davon sei auch der Fachkräftemangel.

„Gaben Mitte der 2000er-Jahre nur rund 10 Prozent der nicht innovationsaktiven Unternehmen an, aufgrund von fehlenden Fachkräften keine Innovationsprojekte durchzuführen, lag dieser Anteil zuletzt bei 34 Prozent.“

Hier gelte es, nicht nur die akademische Ausbildung als Treiber für Innovation zu betrachten. Auch die duale berufliche Ausbildung würde das Innovationsgeschehen positiv beeinflussen.

Weiteres Hemmnis: Geringe Gründungsaktivität

Auch der Wissens- und Technologietransfer von Forschungseinrichtungen zu Unternehmen sei nach wie vor verbesserungswürdig. Unter anderem könnten Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen und Universitäten ein Kanal sein, um den Transfer zu stärken. Die Wirtschaftsweisen empfehlen, das Gründungsthema stärker in der Leitaufgabe Wissens- und Technologietransfer zu verankern.

Denn: Bislang liege der Fokus der Hochschulen auf der „für ihre Reputation und die Karriereaussichten der Forschenden wichtigeren Publikationsintensität“. Dies gehe zu Lasten der Patentanmeldungen: Sie sind seit dem Jahr 2000 gesunken.

Generell ist die Gründungsaktivität in Deutschland im internationalen Vergleich gering, heißt es in dem Bericht. Die Gründungsraten sind seit Anfang der 2000er-Jahre rückläufig.

© Arek Socha – pixabay.com

Panel 1: Rahmenbedingungen und Hemmnisse für den Innovationsprozess in Deutschland

Doch gründen allein reicht nicht. Gründerin Raffaela Rein, die am ersten Panel der Online-Veranstaltung teilnimmt, sagt, dass noch weitere Stellschrauben zur Förderung von Start-ups wichtig seien.

  • Deutschland brauche ein Digitalministerium, damit es eine klare Zuständigkeit für das Thema gäbe.
  • Es sei ein Zukunftsfonds nötig – damit das Kapital für vielversprechende Start-ups aus Deutschland kommen könne und nicht aus dem Ausland. Ansonsten laufe man Gefahr, dass Deutschland sein Know-How verliere.
  • Man brauche eine verbesserte steuerliche Gesetzgebung beim Thema Mitarbeiterbeteiligung. Gerade über dieses Instrument würden junge Unternehmen Mitarbeiter:innen für sich gewinnen können – auch aus dem Ausland. Denn Fachkräfte aus dem digitalen Bereich seien in Deutschland noch nicht ausreichend zu finden.

Der Wirtschaftsweise Wieland betont, dass man im Wettbewerb um Fachkräfte stehe: Die Menschen, die leistungsfähig sind, müssten in deutsche Start-ups gehen – und nicht in die USA abwandern.

Jean-Eric Paquet, Generaldirektor der EU-Kommission, stimmt zu: Europa würde viele Start-ups hervorbringen – aber sie könnten hier bislang nicht groß werden. Er sieht in Deutschland vor allem beim Thema steuerliche Anreize noch Luft nach oben.

Staatssekretär Wolfgang Schmidt vom Bundesministerium der Finanzen schaltet sich an dieser Stelle ein: Gerade bei steuerlichen Fragen werde gerne vergessen, dass es bereits bestehende Programme gebe. Wieland empfiehlt dennoch, auf andere Länder zu schauen, die es offensichtlich besser machen – und von ihnen zu lernen.

Neue Unternehmen und altes Geld

Schmidt betont indes, dass man die Welt der Start-ups in puncto Finanzierung vor allem mit „altem Geld“ zusammenbringen müsse – also mit Traditions- und Familienunternehmen. Das sieht auch Gründerin Raffaela Rein so: Bislang würden diese vor allem in den USA investieren. „Da würde ich mir mehr Mut wünschen.“

Vielleicht liegt diese Entwicklung auch daran, dass das europäische Gründungsnarrativ zu negativ ist. Paquet, Generaldirektor der EU-Kommission, wünscht sich hier zumindest eine Veränderung:

„Wir sind in Europa wirklich gut. Die Vergangenheit liegt in den USA, im Silicon Valley. Die Zukunft nicht unbedingt.“

Panel 2: Digitalisierung in Deutschland in der Corona-Pandemie: Impulse und Defizite

Die Steigerung der Produktivität in Deutschland ist aber nicht „nur“ eine Frage der Forschungsförderung oder der Entwicklung von marktfähigen Innovationen. Sondern auch eine Frage der Diffusion.

Laut Produktivitätsbericht besteht „bei der Diffusion von digitalen Technologien in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen und bei der Entwicklung digitaler und datengetriebener Geschäftsmodelle erheblicher Nachholbedarf“.

Achim Truger, Mitglied des Sachverständigenrates, betont in seinem Impulsvortrag zum zweiten Panel, dass dieser Nachholbedarf im privaten Sektor insbesondere bei KMU bestehe. Einen noch höheren Bedarf sehen die Wirtschaftsweisen aber im öffentlichen Sektor: Hier liegt Deutschland in puncto Digitalisierung im EU-Schnitt auf den hinteren Rängen.

Digitalisierungsschub durch die Pandemie

Aber: Durch die Corona-Krise habe die Bundesrepublik einen Digitalisierungsschub erlebt, so Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Digitale Lösungen wie Homeoffice hätten in der Pandemie geholfen, negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft abzufedern.

Dies könnte zu einem dauerhaften Strukturwandel führen. Auch, weil vermehrt Online-Handel, bargelose Zahlungen und E-Health genutzt werden könnten. Geschäftsreisen würden möglicherweise durch virtuelle Formate ersetzt.

Um solch einen Strukturwandel voranzutreiben, braucht Deutschland allerdings eine verbesserte Breitband-Infrastruktur. „Beispielsweise, um die Nutzung von Homeoffice auch außerhalb von Metropolen zu ermöglichen“, so Schnitzer. Um diese zu erreichen, brauche es aber Anreize – und den Abbau von bürokratischen Hürden.

Laut Jörg Hofmann, 1. Vorsitzender der IG-Metall, ist es allein mit Infrastruktur allerdings nicht getan: In der Krise seien 86 Prozent der Großbetriebe ins Homeoffice gegangen – aber gerade einmal 60 Prozent der Kleinbetriebe.

„Das ist auch eine Frage der Prozesse und der Organisationsentwicklung. Dort liege in der Regel das Manko – nicht in der Technik.“

Marianne Janik, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, stimmt zu: Es nütze nichts, wenn große Unternehmen digitale Lösungen stemmen können – und Kleine sowie der öffentliche Sektor es nicht schaffen.

Hofmann betont, dass das Thema Organisationsentwicklung aber nicht per se eine Sache der Größe sei. Sie könne vor allem durch einen lebendigen Austausch gefördert werden.

„In Unternehmen, wo die Partizipationskultur groß ist, sind digitale Organisationsstrukturen in der Regel schneller durchsetzbar.“

Keine einheitlichen Regelungen in Europa

Der Sachverständigenrat fordert in seinem Produktivitätsbericht zudem eine Vertiefung des digitalen Binnenmarkts in Europa. Und damit einheitliche Rahmenbedingungen für den Datenaustausch und den Datenschutz.

Auch Wettbewerbsregeln müssten weiterentwickelt werden – beispielsweise durch den Abbau von Marktzutrittsbarrieren für Start-ups. Wirtschaftsweise Schnitzer betont:

„Wenn wir Unternehmen die Chance geben wollen, zu wachsen, müssen sie einen größeren Markt sehen als das eigene Land.“

Die Unternehmen müssten wissen, unter welchen Bedingungen sie ihre Produkte entwickeln können. Und unter welchen Bedingungen sie gemeinsam arbeiten können, meint Marianne Janik von Microsoft Deutschland. „Wir sind in einem Zeitalter von Netzwerken.“ Man könne als Unternehmen erfolgreich sein, wenn man lernt, Allianzen zu schmieden und über Unternehmensgrenzen hinweg zu arbeiten. Würde man es schaffen, einen europäischen Datenraum zu schaffen, hätte man schon viel erreicht, so Janik.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur betont an dieser Stelle, dass insbesondere KMU sich aber nur auf das Thema Digitalisierung einließen, wenn sie sich auch auf die Sicherheit ihrer Daten verlassen können.

Vorbild China?

Auch auf die Volksrepublik China und ihre vermeintliche Vorreiterrolle kommt man zu sprechen: Könnte sich die Bundesrepublik hier ein Beispiel nehmen? Homann betont:

„Eine Digitalisierungsstrategie kann man nicht vom Regierungssystem trennen.“

Daher könne man sich nur in puncto Schnelligkeit etwas von den Chinesen abschauen. Auch Hofmann von der IG Metall meint: „Digitalisierung muss eine Entwicklung sein, die von den heutigen Wertschöpfungsstrukturen ausgeht. Und die sind bei uns anders als in China.“ Allerdings: Das Verständnis von Effizienz und Schnelligkeit sei das Gleiche – nur das „Wie“ mache den Unterschied.

Monika Schnitzer warnt an dieser Stelle eindringlich davor, China zu unterschätzen.  Vor zehn Jahren habe man noch gedacht, dass die Chinesen „nur abkupfern“ und selbst nicht kreativ seien. Aber China hätte hier mittlerweile enorm aufgeholt und gezeigt: „Sie können’s.“ Deutschland sei lange Zeit zu selbstgefällig gewesen. „Wir müssen schon hellwach sein.“

Klimaschutz als Industriepolitische Chance

Das Thema Klimaschutz als große Herausforderung unserer Zeit kann bei dem Online-Event nicht ausgespart werden. Wirtschaftsweise Veronika Grimm hält hierzu den Auftakt-Vortrag. Und warnt:

„Es bleibt einfach nicht mehr viel Zeit, um sich den klimapolitischen Herausforderungen zu stellen.“

Mittlerweile werde das Thema Klimaschutz aber vermehrt auch als „industriepolitische Chance“ gesehen. „Es zeichnet sich ab, dass viele traditionelle Geschäftsmodelle nicht mehr tragen werden. Aber auch, dass neue entstehen.“ Daraus ergeben sich ebenso Chancen, beispielsweise für den Export.

Grimm erklärt, dass man in den letzten Jahren eine Vielzahl von klimapolitischen Initiativen gestartet habe – unter anderem den European Green Deal. „Die Initiativen liegen auf dem Tisch. Auf die Umsetzung kommt es an.“

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, seien hohe Investitionen notwendig – vom privaten und vom öffentlichen Sektor. Dafür müsse man Anreize setzen, mittelfristig marktorientierte Instrumente stärken – wie eine CO2-Bepreisung. Eine bislang unsystematische Besteuerung von Energieträgern würde die Strom-Branche benachteiligen.

Ein weiterer Punkt sei der Infrastrukturausbau. Sprich: Ohne Ladesäulen keine E-Autos. Der Ausbau müsse europaweit forciert werden. „Damit die Menschen auch mit ihren E-Autos in den Urlaub fahren können.“

Stachel EEG-Umlage

Der Sachverständigenrat fordert unter anderem konkret, die EEG-Umlage aufzuheben. Damit rennen die Wirtschaftsweisen bei Andreas Kuhlmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Deutsche Energie-Agentur (dena), offene Türen ein.

„Ich glaube, dass das eine Maßnahme wäre, die wirklich schnell Veränderungen mit sich bringen würde“, so Kuhlmann. Die Umlage sei viel zu kompliziert. Auch bei Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), stößt der Vorstoß auf offene Ohren.

Bepreisung von CO2

Sie überrascht die Mitdiskutanten damit, dass der VDA einer CO2-Bepreisung offen gegenüberstehe. Die Automobilindustrie sei da kein Gegner. Aber:

„Das Gelingen liegt nicht nur in unserer Hand.“

Es sei zudem wichtig, die Belastung für Verbraucher mitzudenken. Man habe schon bei der EEG-Umlage den Fehler gemacht, dass man die Menschen mit niedrigen Einkommen zusätzlich belastet habe.

Kuhlmann von der dena betont, dass der neue CO2-Preis besser sei, als viele sagen. Denn er schafft die Erwartung, dass er noch steigen wird. „Hier lösen die Erwartungen schon Investitionen aus.“

Dennoch vermisst Kuhlmann „den größeren Ansatz.“ Der Klimawandel sei ein Problem, das global gelöst werden muss. Es sei wichtig, mehr mit afrikanischen Ländern ins Gespräch zu kommen, die ihre Wachstumspotentiale noch nicht komplett genutzt hätten.

VDA-Präsidentin Müller betont, dass die deutsche Autobranche „klare Ziele zur Elektromobilität“ hätte. Zudem würden die Unternehmen bereits viele solcher Autos verkaufen – was in der öffentlichen Diskussion häufig nicht abgebildet würde. Da werde Tesla als Vorbild angeführt.

Müller verweist an dieser Stelle auf die bestehenden Strukturen in der Bundesrepublik: „Tesla kommt nun nach Deutschland, weil man hier hervorragende Ingenieure hat – und viele Zulieferbetriebe.“

Regionale Herausforderungen

Man dürfe allerdings nicht vergessen, die Arbeitnehmer mitzudenken. Die Herausforderungen des regionalen Strukturwandels „dürfen nicht banalisiert werden“. Man müsse eine Balance halten. „Es ist wichtig, dass wir Industriepolitik und Klimaschutz zusammen denken.“ Die Frage sei, ob es Europa gelingen werde, im Klimaschutz voran zu kommen – mit einer funktionierenden Industrie.

Natürlich sei es wichtig, Industriezweige nicht zu überfordern, betont der dena-Vorsitzende Kuhlmann. Dennoch sind „wir zu langsam“. Man müsse von den Akteuren erwarten, dass sie sich schneller bewegen – und ihnen das auch immer wieder sagen.

Wirtschaftsweise Grimm betont hier die Chancen, die kleine Projekte im regionalen Raum bieten. So könnte man Menschen an neue Technologien heranführen. Und sichtbar machen, was funktioniert – und wo die Probleme liegen.

*Produktivitätsbericht ergänzt Jahresbericht des SVR

Vor dem Hintergrund stagnierender Produktivitätsentwicklung in fast allen entwickelten Volkswirtschafen wurde auf Vorschlag der Europäischen Kommission in jedem Land der Eurozone ein so genanntes „National Productivity Board“ eingerichtet.

In Deutschland hat der SVR diese Rolle vor zwei Jahren übernommen. Seither wird der herkömmliche Jahresbericht des SVR durch einen Produktivitätsbericht ergänzt. Dessen Ergebnisse werden beim jährlichen „Nationalen Produktivitätsdialog“ präsentiert und diskutiert.



Kommentar verfassen